In den Trans-News finden Sie Berichte zu aktuellen Themen aus der Transportbranche:


 

Frachtdiebstahl Nachts kommen die Planenschlitzer

Auf deutschen Rastplätzen suchen professionelle Banden in Lastern nach Beute. Die Schäden reichen oft in die Millionen.

Sicherheits-Parkplätze helfen – doch es gibt zu wenige.

Das Gas strömt langsam durch die Lüftungsanlage in das Führerhaus, farblos, geruchlos, geräuschlos. Der Fahrer würde ohnehin nichts merken, er schläft tief und fest in seiner Fahrerkabine. Nur am nächsten Morgen wundert er sich, wegen diesem fahlen Geschmack auf der Zunge und dem drückenden Gefühl im Kopf. Beim Rundgang um den Lastwagen wird es ihm klar: Es waren Diebe, die ihn betäubt haben. Von seiner Ladung ist nichts mehr da.

Beinahe täglich wird in Deutschland ein Rastplatz zu einem Tatort. Vor allem nachts tauchen dort Räuberbanden auf. Nur wenige sind dabei so vorsichtig, die Fahrer zu betäuben: Sie wandern umher, schlitzen die Planen der Lastwagen auf, brechen Container auf, zwanzig oder dreißig Lkw inspizieren sie so in einer Nacht. Was sich irgendwie verkaufen lässt, nehmen sie mit: Elektrogeräte, Motoren, Kleidung, selbst Lebensmittel.

Wie im März im sächsischen Schkeuditz: Diebe stahlen einen kompletten Kühllaster von einem Parkplatz, beladen mit Fleisch im Wert von 100.000 Euro. Eine gute Beute: Denn Lebensmittel haben im Gegensatz zu Elektro-Artikeln keine Seriennummern und Abnehmer finden sich überall.

Drei Tonnen Schuhe entwenden Diebe im Februar von einem Lkw auf einem Parkplatz im bayrischen Weibersbrunn. Der Fahrer schlief, er bemerkte erst beim Rundgang um seinen Laster am nächsten Morgen den Schlitz in der Plane. Wert der Beute: über 110.000 Euro.

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Nachwuchsmangel bei Pegnitzer Transportunternehmen

Den Transportunternehmen fehlt der Nachwuchs bei den Berufskraftfahrern. Foto:Ralf Münch +
Den Transportunternehmen fehlt der Nachwuchs bei den Berufskraftfahrern. Foto:Ralf Münch

„Ich habe heuer einen Tanklaster bereits abgemeldet, weil mir Fahrer fehlen“, sagt Robert Raimund vom gleichnamigen Unternehmen in Creußen-Hörhof. Er hat 34 Fahrer für seine 30 Fahrzeuge. Bisher hat er beispielsweise die Urlaubszeit mit Aushilfskräften aufgefangen. Die kamen überwiegend aus der Bundeswehr. Aber seitdem dort nicht mehr der Führerschein gemacht werden kann, muss er die festen Mitarbeiter anders einsetzen. „Viele arbeiten auf Zuruf, die Touren verschieben sich und der Kunde muss auch mal warten“, so Raimund. Es sei Aufgabe des Disponenten, dass der richtige Fahrer mit der richtigen Ware zum passenden Zeitpunkt am richtigen Ort ist.

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EU erlaubt schnittigere LKW’s

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Lkw könnten in Zukunft aerodynamischer und damit sparsamer werden, denn das Europäische Parlament hat eine neue Richtlinie verabschiedet, die die bisherigen strengen Beschränkungen bei Länge und Gewicht aufhebt.

Bisher erlauben die Zulassungsregularien für Lkw nur die bekannte Kastenform mit einer hoch über dem Motor liegenden Fahrerkabine. Wie unter anderem die “Zeit” online berichtet, sollen die Designer künftig mehr Freiheiten bekommen, vor allem für stärker abgerundete, strömungsgünstigere Formen.

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